Angst, etwas zu versäumen

Angst, etwas zu versäumen - Antje Heimsoeth

Autor

Antje Heimsoeth

Datum

30. Okt 2012

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Kennen Sie auch einen Menschen, der, wenn Sie ihn anrufen, nie Zeit hat? Weil er gerade unterwegs zur Afterwork-Party oder auf den Golfplatz ist. Morgen hilft er einem Kollegen beim Umzug, übermorgen braucht ihn der Chef etwas länger. Am Wochenende belegt er ein Weiterbildungsseminar, das müsse man einfach tun, um beruflich am Ball zu bleiben. Vielleicht tun Sie selbst auch oft Dinge, obwohl Sie anderes vorhatten, weil Sie mal wieder nicht „Nein“ sagen konnten? Dafür gibt es viele Gründe. Zum Beispiel: Die einen sind so erzogen worden, dass man immer freundlich und höflich zu anderen ist und hilft, wenn man darum gebeten wird. Nein zu sagen, löst dann Schulgefühle und ein schlechtes Gewissen aus. Verbunden ist damit oft die Angst, nicht mehr gemocht zu werden, sobald man einmal etwas nicht mitmacht oder absagt. Immer dabei zu sein gibt uns das Gefühl, gebraucht zu werden. Wir haben Angst, irgendwann allein dazustehen, wenn wir uns rar machen.

Übergehen Sie auch manchmal ihre eigentlichen Prioritäten? Ist es nicht befriedigender, mit der ganzen Familie abends noch Monopoly zu spielen als auf der (langweiligen) Party vom Kollegen zu stehen oder an einem Netzwerktreffen teilzunehmen? Wir hatten uns doch mal vorgenommen, samstags etwas für uns und unsere Gesundheit zu tun, uns zu bewegen und zum Beispiel gemeinsam als Familie in die Berge zu gehen. Stattdessen haben wir uns für das Straßenfest einspannen lassen. Meine Erfahrung ist: Sobald ich einmal ein (notwendiges) Nein ausgesprochen habe, fühle ich mich besser. Ich vertrete meinen Standpunkt. Andere wissen diesen viel eher zu schätzen und respektieren uns mehr für unsere Prioritäten, als wir oft meinen. Und denjenigen, die uns ein schlechtes Gewissen machen wollen, haben wir unsere Grenzen aufgezeigt. Schließlich ist meines Erachtens ein wichtiges Argument für ein klares und liebevoll geäußertes Nein („Danke schön, dass Du an mich gedacht hast. Ich habe den heutigen Abend schon für meine Familie reserviert.“), dass wir wieder mehr Lebensfreude und –qualität entdecken und haben.

©Antje Heimsoeth, Heimsoeth Academy

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