Glück im Job – 7 Tipps für Zufriedenheit

Glück im Job - Antje Heimsoeth

Autor

Antje Heimsoeth

Datum

04. Jul 2018

Kategorien

Glücklich im Job – 7 Tipps, wie Sie die Zufriedenheit bei sich und anderen steigern können

Wir reden von Life-Balance, einer erfüllenden, sinnstiftenden Arbeit, stets auf der Suche nach dem Glück – doch was macht Glück im Job eigentlich aus und wer ist verantwortlich für unser Glück? Fast die Hälfte der Deutschen (45%) ist unglücklich im Job (Quelle: ManpowerGroup Deutschland, Jobzufriedenheit 2017). Entscheidend für ihre Jobzufriedenheit ist für 49% das Verhalten des Vorgesetzten: das Aussprechen von Wertschätzung, ein regelmäßiges und ehrliches Feedback tragen für sie ebenso dazu bei wie das Interesse des Chefs an ihnen als Mensch. Hängt unser Glück im Job also im Wesentlichen von unseren Vorgesetzten ab? Zugegeben, wer die Verantwortung für sein Glück bei anderen sucht, findet auf jeden Fall stets einen Sündenbock, wenn sich die Dinge mal wieder nicht so entwickeln, wie wir es uns wünschen. Doch das persönliche Glück lässt sich auf diese Weise kaum finden. Denn die Zufriedenheit im Job beginnt nicht mit äußeren Einflüssen, sondern mit unserer eigenen inneren Haltung.


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Glück im Job ist relativ – und das Ergebnis einer Entscheidung

Die Definition von Glück ist so individuell wie jeder Mensch selbst. Während der eine vor allem dann glücklich im Job ist, wenn er eigenverantwortlich Entscheidungen treffen kann, ist für den anderen regelmäßiges Lob vom Chef essentiell für das eigene Wohlbefinden. Fakt ist: Jobzufriedenheit ist kein Zustand, der sich einmalig erreichen und „einfrieren“ lässt, sondern eine bewusste Entscheidung jedes Einzelnen. Manchmal verbauen wir uns selbst den Weg zum Glück durch übersteigerte Erwartungen an das, was ein Job für uns zu leisten hat oder durch die Problematik, Lob und Komplimente von anderen nicht annehmen zu können. Dabei ließe sich das eigene Glücksempfinden schon mit einfachen Maßnahmen deutlich steigern:

Das Glück im Job liegt oft im Kleinen verborgen: Nehmen Sie die Glückslupe in die Hand!

Meist sind es kleine, alltägliche Begebenheiten, die uns glücklich machen. Die Mittagspause im strahlenden Sonnenschein, der Kaffee, den uns ein Kollege an den Schreibtisch bringt, die freundliche Dankesmail eines Kunden, … Doch würdigen wir solche Momente bewusst als Glücksmoment? Nehmen Sie künftig die Lupe für Glücksmomente in die Hand. Sie werden staunen, wie oft am Tag Sie sich glücklich schätzen können.

Das Glück im Job lässt sich zwar nicht festhalten, aber sammeln!

Fixieren Sie schöne Momente im Job und/oder im Team, indem Sie diese auf Zetteln schriftlich festhalten. Bewahren Sie diese Zettel in einem schönen Glas oder einer schmucken Box auf, die im Büro steht und jeden einlädt, seine Glücksmomente beizusteuern. Nach drei oder sechs Monaten leeren Sie gemeinsam mit Kollegen und/oder Mitarbeitern das Glas und lesen gemeinsam Zettel für Zettel. Damit machen Sie sich und anderen die schönen Momente im Job erneut bewusst und steigern damit das Glücksempfinden.

Das Glück liegt vor der Tür, nicht vorm Fernseher!

Entspannung und Regeneration sind entscheidende Faktoren fürs eigene Wohlbefinden. Wir leben nicht nur, um zu arbeiten. Jede Anstrengung braucht auch einen Ausgleich. Füllen Sie Ihren Energietank regelmäßig wieder auf. Das heißt nicht, abends erschlagen vom Tag auf dem Sofa vorm Fernseher einzudösen. Sondern bereits während des Tages aktiv für Pausen zu sorgen. Schon 20 Minuten Aufenthalt im Freien heben die Stimmung – und steigern Kreativität und Denkvermögen. Also einfach öfter die Mittagspause ins Freie verlegen. Pausen in der Natur reduzieren unseren Stress und schenken Ruhe. Wenn das kein Glück ist…

Betrachten Sie das Glück durch die Frontscheibe, nicht nur durch den Rückspiegel!

Wir neigen dazu, erst im Nachhinein zu erkennen, was oder wer uns glücklich gemacht hat. Dann geht unser Blick wehmütig zurück und wir sehnen alte Zeiten herbei. Genauso dominiert uns die Vergangenheit, wenn wir darin verharren, uns über Niederlagen, begangene Fehler oder erfahrene Ungerechtigkeit zu ärgern. Doch wer den Blick nur zurück richtet, läuft Gefahr, das Glück, das vor ihm liegt, glatt über den Haufen zu fahren oder links liegen zu lassen. Lassen Sie die Vergangenheit ruhen, haken Sie Geschehenes ab. Schauen Sie nach vorn, durch die Frontscheibe, und entdecken Sie neue Ziele, Perspektiven – und Gelegenheiten, glücklich zu werden.

Lächeln Sie das Glück bewusst herbei!

Die Psychologie nennt es Facial Feedback. Unsere Laune und unsere Mimik beeinflussen sich gegenseitig. Es macht einen großen Unterschied, ob wir mit gesenktem Blick, hängenden Schultern und Mundwinkeln vorm PC sitzen oder einem Kunden gegenübertreten oder ob wir dies mit einem Lächeln im Gesicht, aufrechter Haltung und geradem Blick tun. Eine aufgerichtete Haltung und ein bewusstes Lächeln verbessern unsere Stimmung – und wirken sich positiv auf unser Umfeld aus. Wer auch in stressigen Zeiten lächelt, überwindet eher die Verbissenheit und setzt positive Energie frei. Damit erhöhen Sie Ihre Kreativität, verbessern Ihre körperliche Leistungsfähigkeit und Informationsaufnahme, steigern Ihre Risikobereitschaft und das Miteinander im Team – gute Voraussetzungen für Glück im Job.

Glück im Job beruht auf menschlichem Miteinander

40 Prozent unseres individuellen Glückslevels hängen davon ab, ob wir gute Beziehungen zu anderen Menschen pflegen (Quelle: Studie „Happy DB: A Corpus of 100.000 Crowdsourced Happy Moments“, 2018). Für die eigene Zufriedenheit ist es also überaus zuträglich, wenn Sie für gute Beziehungen am Arbeitsplatz sorgen. Sei es, am Kollegen echtes Interesse zu zeigen, diesem mehr offene Fragen zu stellen und bei den Antworten aktiv zuzuhören (Handy aus), ihr oder ihm entgegenzukommen bei einem Anliegen, seien es aufmerksame Gesten wie persönliche Begrüßung und Verabschiedung, ein mitgebrachter Kuchen oder die Frage nach einem gemeinsamen Mittagessen oder Feierabenddrink – alles, was Ihnen hilft, eine gute Beziehung zu Ihren Mitmenschen am Arbeitsplatz aufzubauen, zahlt auf Ihr Glückskonto ein. Dazu gehört übrigens auch das Verzeihen und Vergeben von Fehlern, Unachtsamkeiten, Vernachlässigung usw.

Fazit: Wir brauchen dem Glück nicht mit langem Atem nachzujagen. Manchmal sitzt es uns direkt gegenüber oder nur eine Tür weiter, manchmal scheint es uns mittags direkt ins Gesicht, steht dampfend auf unserem Schreibtisch oder stellt sich unerwartet beim nächsten Meeting ein. Ob wir es zur Kenntnis nehmen, es würdigen, sich bietende Chancen zum Glücklich sein ergreifen oder ungenutzt vorüber ziehen lassen, liegt weder am Chef noch an Kollegen oder Mitarbeitern, sondern allein an uns.

Ihre © Antje Heimsoeth

Vortrag zum Thema: Der Erfolgsfaktor Glück in Unternehmen >>

1 Kommentar

  1. Guten Morgen zusammen 😉

    Ja die Lupe ist ein wichtiges Instrument, andernfalls sieht man das nicht. Leider fehlt vielen Menschen dieses Instrument im Alltag. Oder Sie denken im alltäglichen Wahnsinn nicht darüber nach. 🙁 Für mich ist die Musik und Musik machen ein wesentlicher Faktor geworden. Wenn man Aufmerksamer wird, wie beim Musik hören, erkennt man sicherlich viel schneller die glücklichen Nuancen des Lebens.
    In diesem Sinne eine Musik Tipp: John Miles „Musik“ 🙂
    Schönen Entspannten und glücklichen Tag.

    Antworten

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