Wie Selbstvertrauen unsere mentale Gesundheit stärkt und Stress reduziert
Vertrauen ist eine wichtige Grundlage für unser psychisches Wohlbefinden, unsere innere Sicherheit und einen gesunden Umgang mit Belastungen. Es beeinflusst, wie wir mit uns selbst umgehen, wie wir Beziehungen gestalten und wie wir Herausforderungen, Unsicherheit und Krisen bewältigen.
In meinen Materialien zum Thema Vertrauen wird dieser Zusammenhang auf mehreren Ebenen deutlich.
1. Vertrauen schafft innere Sicherheit und Gelassenheit
Vertrauen bedeutet, sich auf sich selbst und andere verlassen zu können. Wer vertraut, muss nicht ständig alles kontrollieren oder befürchten, enttäuscht zu werden.
In meinem Interview mit Bodo Janssen für mein Buch Vertrauen entscheidet beschreibt er Vertrauen als Grundlage für Ruhe, Gelassenheit, innere Zufriedenheit und Freude.
Er stellt dem die Auswirkungen von Misstrauen gegenüber: Angst, zunehmende Kontrollen und Hektik.
Vertrauen schafft damit eine wichtige Voraussetzung für inneres Gleichgewicht und psychisches Wohlbefinden.
Quelle: Interview mit Bodo Janssen für mein Buch Vertrauen entscheidet, insbesondere die Antworten auf die Fragen nach der Bedeutung von Vertrauen und den Folgen eines geringen Vertrauensniveaus.

Tipps für mehr Selbstvertrauen
2. Selbstvertrauen hilft uns, Krisen und Belastungen zu bewältigen
Selbstvertrauen ist eine wichtige Ressource, wenn das Leben schwierig wird.
In meinem Blogbeitrag „Vertrauen in Organisationen“ schreibe ich:
„Unser Selbstvertrauen trägt uns durch Krisen und schwierige Zeiten, es gibt uns Gelassenheit und Mut, ganz besonders dann, wenn es das Leben einmal nicht so gut mit uns meint.“
Selbstvertrauen bedeutet dabei nicht, dass keine Zweifel oder Schwierigkeiten auftreten. Vielmehr hilft es uns, auch in belastenden Situationen an unsere Fähigkeiten und Stärken zu glauben.
Es unterstützt uns dabei, Herausforderungen anzunehmen und darauf zu vertrauen, dass schwierige Phasen überwunden werden können.
Weiterlesen: Selbstvertrauen steigern
Der Zusammenhang mit der Gesundheit: Selbstvertrauen unterstützt unsere psychische Widerstandskraft und hilft uns, mit Belastungen und Krisen umzugehen.
3. Vertrauen und Stressmanagement hängen eng zusammen
In meinem Blogbeitrag „Vertrauen als Schlüsselfaktor in der Krisenbewältigung“ beschäftige ich mich mit dem Zusammenhang zwischen Vertrauen, Stressmanagement und Selbstführung.
Gerade in herausfordernden Situationen ist es für Führungskräfte wichtig, Souveränität und Gelassenheit auszustrahlen. Dazu gehören ein bewusster Umgang mit den eigenen Belastungen und ein gutes Selbstmanagement.

In diesem Zusammenhang nenne ich ausdrücklich:
- Ausreichend Schlaf (Podcastfolge „Tipps für einen besseren Schlaf“) und Bewegung.
- Regelmäßige Pausen über den Tag zum Stressabbau.
- Bewusstes Stress- und Selbstmanagement.
Vertrauen und ein gesunder Umgang mit Belastungen stehen somit in einer wechselseitigen Beziehung: Gute Selbstführung unterstützt uns dabei, auch in schwierigen Situationen gelassen zu bleiben und anderen Sicherheit zu vermitteln.

4. Vertrauen kann vor übermäßigem Leistungsdruck schützen
In meinem Blogbeitrag „Vertrauen im Home-Office“ beschäftige ich mich mit dem zunehmenden Optimierungsdruck in unserer Gesellschaft und in Unternehmen. Menschen möchten immer besser, schneller und effektiver werden. Daraus kann das Gefühl entstehen, nicht mehr zu genügen.
Als mögliche Folgen dieses Optimierungswahns nenne ich Burnout und Depressionen.
In diesem Zusammenhang appelliere ich an Führungskräfte, ihren Mitarbeitenden Vertrauen entgegenzubringen, übermäßige Kontrollen abzubauen und nicht ausschließlich auf ständige Leistungssteigerungen zu setzen.
Dabei geht es nicht darum, auf Qualität und Leistung zu verzichten. Vielmehr geht es darum, eine Unternehmenskultur zu schaffen, in der Menschen ihre Fähigkeiten einbringen können, ohne sich ständig kontrolliert oder unter Druck gesetzt zu fühlen.

5. Vertrauen, Freundlichkeit und Wohlbefinden
In meinem Beitrag „Vertrauen als Schlüsselfaktor in der Krisenbewältigung“ beschäftige ich mich auch mit der Bedeutung von Freundlichkeit.
Darin beschreibe ich, dass Freundlichkeit die Ausschüttung von Oxytocin, Dopamin und Serotonin fördert und sich positiv auf das Selbstwertgefühl und das Wohlbefinden auswirkt.
Dieser Zusammenhang gilt laut meinem Beitrag sowohl für Menschen, die Freundlichkeit erfahren, als auch für diejenigen, die anderen freundlich begegnen.
Freundlichkeit ist damit nicht nur ein wichtiger Bestandteil vertrauensvoller Beziehungen, sondern kann auch unser persönliches Wohlbefinden fördern.
Weiterlesen: Vertrauen als Schlüsselfaktor zur Krisenbewältigung – Vertrauen entscheidet
Fazit: Vertrauen ist auch eine Gesundheitsressource
Vertrauen beeinflusst, wie sicher wir uns fühlen, wie wir mit Belastungen umgehen und wie wir unsere Beziehungen gestalten.
Selbstvertrauen hilft uns, Krisen zu bewältigen und mit Herausforderungen umzugehen. Vertrauen in andere Menschen ermöglicht es uns, Verantwortung abzugeben und nicht ständig alles kontrollieren zu müssen.
Gerade in Unternehmen kann eine vertrauensvolle Führungskultur dazu beitragen, übermäßigen Leistungsdruck und ein Klima ständiger Kontrolle zu vermeiden.
Dabei geht es nicht um blindes Vertrauen, sondern um eine Haltung, die auf gegenseitiger Wertschätzung, Eigenverantwortung und Verlässlichkeit beruht.
Vertrauen bedeutet nicht, dass es keine Unsicherheit, keine Belastungen und keine Krisen mehr gibt. Vertrauen hilft uns jedoch, anders damit umzugehen. Und genau darin liegt seine Bedeutung für unsere mentale Gesundheit und unser Wohlbefinden.
Lesen Sie mehr zum Thema Vertrauen in meinem Buch „Vertrauen entscheidet. Die vergessene Basis der Führung.
Zum Weiterlesen „Vertrauen entscheidet“
Interview mit Beat Gerber über Vertrauen
Mitarbeiterführung: Knapp vorbei ist auch daneben – das fragile Gut Mitarbeiterbindung und seine Tücken
Vertrauen – der Schlüsselfaktor für den persönlichen Erfolg
Ein positiver Leader: https://antje-heimsoeth.com/positive-leadership-ein-positiver-leader/



0 Kommentare