Mentale Stärke – Wie Sie sich auf Herausforderungen gut vorbereiten

Mentale Stärke – Wie Sie sich auf Herausforderungen gut vorbereiten - Antje Heimsoeth

Autor

Antje Heimsoeth

Datum

17. Jan 2017

Egal, ob wir im Sport oder im Business vor Herausforderungen stehen – am besten meistern die Situation jene, die über mentale Stärke verfügen. Denn wer mental stark ist, begegnet Herausforderungen zuversichtlich und gelassen. Er weiß um seine Stärken, Ressourcen, Talente und Fähigkeiten. Er glaubt an sein Potenzial und hat vollen Zugriff darauf. Kurz: Ihm gelingt es, mit innerem und äußerem Druck souverän umzugehen. Das bahnt den Weg zum Sieg.
Damit Sie Ihren Herausforderungen in 2017 erfolgreich begegnen, habe ich ein paar Tipps von A bis Z zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen können:

Affirmationen
Wir können uns mit dem bewussten inneren Dialog beim Handeln unterstützen. Bejahende, autosuggestive Sätze haben die Kraft, Gedanken und Überzeugungen zu beeinflussen. Formulieren Sie kurze Ich-Sätze in der Gegenwartsform, mit der Sie sich selbst anweisen, z.B. „Ich bin stark und selbstbewusst wie ein Löwe.“ Regelmäßig wiederholt, verankert sich Ihre Affirmation im Unterbewusstsein.

Bagatellisieren
Machen Sie aus einem Wettkampf oder einem wichtigen Meeting nicht mehr als es ist. Reden Sie bei einer WM nicht ständig von „der WM“, betonen Sie vor einem wichtigen Meeting, wo es um viel geht, nicht immer wieder die Rolle des Meetings. Es hilft vielmehr, den Wettkampf als normales Turnier zu betrachten oder das Meeting als eine Zusammenkunft von vielen. Das „Bagatellisieren“ dient dazu, unsere Aufregung und Ängste zu reduzieren.

Erfolge erinnern
Manchmal geraten Erfolge im Zuge des Routinealltags schnell in Vergessenheit. Machen Sie sich während der Vorbereitung Ihre kleinen, mittleren und großen Erfolge der letzten Wochen und Monate bewusst – am besten schriftlich, im Team auch für alle sichtbar. Machen Sie sich auch bewusst, welche Ihrer Talente, Stärken und positiven Eigenschaften zum Tragen kamen.

Erinnerungshilfen
Smiley - Heimsoeth Academy
Erinnern Sie sich daran, locker und zuversichtlich zu bleiben. Unter Anspannung neigen wir zur Verkrampfung. Mit strategisch platzierten Smiley-Symbolen bringen Sie sich zum Lächeln: Das entspannt und schürt positive Gefühle! Kleben Sie z.B. ein Smiley versteckt in Ihre Besprechungsmappe, bei mir prangt ein Smiley ganz offen auf dem Laptop. Bei Sportlern können die Betreuer z.B. eine große Smiley-Fahne mitnehmen. Sollte der Athlet das Schwenken der Fahne während des Wettkampfs ablehnen, kann der Betreuer die Fahne auch zusammengefaltet in der Jacke tragen und sie durch das Öffnen der Jacke dem Athleten zeigen, um ein Lächeln auszulösen.

Musikalische Hausapotheke
Auch mit Musik können Sie sich in passende Stimmungen versetzen. Dafür empfehle ich fürs Handy einen großen Kopfhörer statt kleiner Ohrstöpsel, die irgendwann wehtun können und zu viel Geräusche von außen durchdringen lassen. Überlegen Sie genau: Wann und zu welchem Zweck höre ich Musik? Im Sport z.B. beim Aufwärmen, auf der Fahrt zum Wettkampfort oder beim Einlaufen in die Halle. Im Business können Sie sich z.B. mit Musik pushen, während der Fahrt zu einem wichtigen Termin.

Pläne machen
Überlassen Sie so wenig wie möglich dem Zufall. Planen Sie den Wettkampf oder die Verhandlungen von Beginn an (evtl. mit dem Abend davor beginnen): Wie verbringe ich die Zeit vor Ort bis der Wettkampf beginnt oder eben die wichtigen Besprechungen? Mache ich noch einen (kurzen) Spaziergang in der Natur? Vielleicht müssen Sie noch Räume dazu buchen oder schauen, wann Sie als Sportler überhaupt zum Training in die Halle können und der Trainer Zeit für Sie hat? Je besser Sie vorbereitet sind, desto ruhiger können Sie sein.

Freude haben bei und an dem, was man tut
Auch Wettkämpfe oder wichtige Verhandlungen können Spaß und Freude machen. Nur, weil es um viel geht, sollten Sie nicht die Freude am Tun verlieren. Eine gewisse Leichtigkeit im Umgang mit Herausforderungen ist hilfreich. Gute Stimmung fördert die Leistung, erhöht die Kreativität, steigert die Risikobereitschaft und verbessert die Informationsaufnahme. Im Team fördert der gemeinsame Spaß auch das Miteinander.

Teamwork
Auch wenn man eigentlich ein Einzelkämpfer ist, ist es beim Meistern von Herausforderungen hilfreich, sich untereinander im Team zu unterstützen. Auch hier gilt: Über Positives miteinander sprechen statt Sorgen und Ängste zu schüren. Genießen Sie das Wissen, dass Sie nicht allein die Herausforderung meistern müssen!

Umfeldmanagement
Unser Umfeld hat einen großen Einfluss auf unsere Performance. Deshalb sollten Sie auch bei Herausforderungen bewusst darauf achten. Klären Sie vorher, welche Erwartungen der Trainer an Sie als Sportler hat oder welche Erwartungen Ihr Chef an Sie im Meeting hat. Zu wem wollen Sie während des Wettkampfs oder rund ums Meeting Kontakt haben und zu wem nicht? Manchmal ziehen sich Verhandlungen wie Wettkämpfe über Stunden oder Tage hin: Mit wem möchten Sie dann zwischendurch Kontakt haben, wer tut Ihnen gut und wer nicht?

Zielformulierung
Wer keine Ziele hat, kann nirgendwo ankommen. Eine korrekte Zielformulierung ist ein entscheidender Erfolgsfaktor. Achten Sie darauf, wie Sie Ihr Ziel formulieren: Ist es positiv, sinnesspezifisch konkret, interessant, messbar, realistisch und aktiv? Formulieren Sie z. B. für Wettkampf oder Meeting als Handlungsziel: „Ich bin mutig und habe Spaß.“ statt „Ich kann mit dem Druck umgehen.“ Warum? Das negative Wort „Druck“ erzeugt innere Bilder, die nicht förderlich für die Zielerreichung sind. Besser ist es, die Qualität Ihrer Handlungen zu beschreiben.

Zweifeln verboten
Wir sind in der Regel Meister darin, uns selbst zu sabotieren. Unser innerer Kritiker kommt bei Herausforderungen richtig in Fahrt: „Bin ich gut genug für die anstehende Aufgabe?“ oder „Habe ich es eigentlich verdient, bei diesem Wettkampf oder Meeting dabei zu sein?“. Solche Fragen sind kontraproduktiv. Selbstzweifel und kritische Selbstgespräche berauben uns der Kraft, Klarheit und Entschlossenheit, die wir für die Herausforderung benötigen. Betreiben Sie aktiv Gedankenhygiene und bringen Sie Ihren inneren Kritiker zum Schweigen!

Mentale Stärke ist das Produkt eines Prozesses. Sie erfordern regelmäßiges mentales Training und bauen sich nicht über Nacht auf. Doch der Weg lohnt sich: Jeder Mensch kann sich – unabhängig von Herkunft, Ausbildung, Alter oder Fähigkeiten – mental zu Leistungen motivieren, die er vorher nicht für möglich gehalten hätte. Entdecken Sie Ihr Potenzial!

© Antje Heimsoeth

Weitere Tipps lesen Sie im Bestseller „Chefsache Kopf. Mit mentaler und emotionaler Stärke zu mehr Führungskompetenz“ von Antje Heimsoeth. Mehr dazu finden Sie hier:  https://chefsache-kopf.de/
Oder in „Sportmentaltraining“. Mit einem Vorwort von Oliver Kahn. Von Antje Heimsoeth. Mehr dazu finden Sie hier:  https://sportmentaltraining-antje-heimsoeth.de/

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Ausbildung zum Mental Coach. Diese von mir konzipierte Ausbildung basiert auf meinen 14-jährigen Lern- und Coaching Erfahrungen. Mentaltraining erlernen.

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