Vorsätze zum Jahreswechsel

Vorsätze zum Jahreswechsel - Antje Heimsoeth

Autor

Antje Heimsoeth

Datum

22. Jan 2018

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Der Jahreswechsel eignet sich immer wieder gut für einen Rückblick, einen Ausblick, für eine Reflexion, eignet sich gut, um Inventur zu machen und Ziele für das neue Jahr zu formulieren, sich Fragen zu stellen wie: Wo stehe ich im Augenblick in meinem Leben? Bin ich wirklich glücklich und zufrieden mit dem, was ich tue? Denn nur, wenn ich etwas mit Freude tue, dann werde ich es erfolgreich zum Ende bringen. Bin ich eigentlich auf dem Kurs bezüglich meiner Ziele und Visionen oder bin ich irgendwie von meinem Kurs bzw. Weg abgekommen? Welche alten oder neuen Herausforderungen warten noch auf Lösungen? Was brauche ich an inneren und äußeren Ressourcen, um diese Herausforderungen zu lösen? Was ist im letzten Jahr wirklich gut gelaufen? Welche Herausforderungen habe ich wie bewältigt? Was hat im letzten Jahr nicht so gut funktioniert und aus welchen Gründen? Wie lauten meine Lernerfahrungen aus dem vergangenen Jahr? Was konnte ich aus diesen Erfahrungen lernen? Was werde ich in welchen Erlebensbereichen anders tun. Wofür bin ich dankbar? Was genau möchte ich verändern? In welchen Bereichen meines Lebens möchte ich mich weiterentwickeln? Welche Vorsätze haben Sie sich denn für 2018 gefasst? Wie sicher sind Sie sich, dass Sie diese auch erreichen und in die Umsetzung kommen, auf einer Skala von 0 bis 10 – 0 heißt gar nicht, 10 heißt, ich bin mir total sicher? Ich erlebe das immer wieder am Ende eines Ausbildungsmoduls – da sind Teilnehmer hochmotiviert und schreiben sich ganz viele Punkte, die sie umsetzen wollen, auf. Allerdings holt sie  der Alltag dann schnell ein. Hier hilft die Beachtung der  72-Stunden-Regel. Alles, was man 72 Stunden nach einem Seminar, einem Ausbildungsmodul, Lesen eines Buchs, Hören eines Podcasts, nach einer Entscheidung, nach einem Meeting umsetzt, hat eine 90-prozentige Wahrscheinlichkeit, umgesetzt zu werden. Damit meine Teilnehmer nicht vom Alltag eingeholt werden, entwickelt jeder Teilnehmer konkrete Strategien für die Umsetzung der verschiedenen Entwicklungsschritte. Im Folgenden ein paar Tipps für Sie auf Ihrem Weg zum Erfolg.

Tipp 1: Ziele setzen – POSITIVer Zielrahmen

Was ist für Sie Erfolg? Für viele Menschen bedeutet Erfolg das Erreichen persönlicher, sportlicher und beruflicher Ziele, das Führen eines selbstbestimmten Lebens. „Ich will machen, was ich will, wo ich will und wie ich will!“ In meinen Augen ist es unabdingbar sich Ziele zu setzen, wenn man erfolgreich sein möchte. Bei der Zielsetzung sind einige wichtige Punkte zu beachten.  Der POSITIVE Zielrahmen gibt die Kriterien an die Hand, die ein motivierendes Ziel ausmachen:

P = positiv und in der Gegenwart formuliert, ohne Verneinungen und Vergleiche

O = ökologisch (ohne innere und äußere Widerstände; im Bewusstsein für positive und negative Konsequenzen des Ziels)

S = sensorisch/sinnesspezifisch konkret (den Zielzustand mit allen Sinnen vorweg im Kopf erleben: sehen, hören, fühlen, evtl. riechen und schmecken, wie es ist, am Ziel zu sein)

I =  individuell, realistisch, selbst kontrollier- und initiierbar

T = testbar, überprüfbar, messbar („Ich steigere bis 31.12.2013 meinen Umsatz um zehn Prozent.“ Nicht: „Ich verdiene mehr Geld.“)

I = interessant/relevant (Bedeutung des Ziels für mich; sind noch Zwischenziele nötig?)

V = visionär – Formulieren Sie Ihre Ziele so, dass sie den Kern Ihrer Wünsche treffen. Welches größere (übergeordnete) Ziel gibt es hinter dem Ziel?

Verzichten Sie auf Vermeidungsziele, sondern formulieren Sie Hinzu-Ziele.

Falsche Zielformulierungen hindern uns Erfolg zu haben
Negativ formulierte Ziele, die  „nie, nicht, kein“ beinhalten, führen von etwas weg als zu etwas hin. Der Gedanke „Ich darf beim Englischsprechen nicht ins Stocken geraten!“ erzeugt ein Problembild und führt unweigerlich zu dem, was Sie nicht wollen.

Tipp 2: Schließen Sie einen Vertrag mit sich selbst!

„Wer schreibt, der bleibt“, sagt eine bekannte Redensart. Es ist gut, Ihre Ziele aufzuschreiben. Formulieren Sie einen Zielvertrag. Diesen lassen Sie dann von ein oder zwei „Zeugen“ unterschreiben. Suchen Sie sich an der Stelle bitte Menschen, denen Sie vertrauen und die auf keinen Fall die Unterschrift dazu nutzen, Ihnen demnächst gegen das Schienbein zu treten, sondern im Gegenteil, Sie auf den Weg zum Ziel unterstützen und fördern. Also: Schreiben Sie den Vertrag nieder, drucken Sie diesen aus, lassen Sie ihn von Ihren „Zeugen“ unterschreiben, unterschreiben Sie den Vertrag selbst und hängen Sie diesen dann an einem für Sie passenden Ort an die Wand, ob in den Trainingskeller beim Sportler, im Spitzensport in den Mannschaftsraum oder in einen Aufenthaltsraum in einem kleinen Unternehmen. So ein Vertrag macht natürlich nur dann Sinn, wenn die Nichteinhaltung des Vertrags auch Konsequenzen und Auswirkungen für Sie hat. Daher überlegen Sie: Wie wollen Sie sich für die Zielerreichung belohnen, aber auch welche unangenehme Konsequenz soll eine Nichterreichung des Ziels nach sich ziehen.

Tipp 3: Entwickeln Sie Ihre Strategien und Maßnahmen

Erstellen Sie einen genauen Maßnahmenplan so ähnlich wie der Sportler einen Trainingsplan für sich hat. Wenn es zum Beispiel um den Vorsatz wieder mehr Sport treiben und abnehmen geht, dann vereinbaren Sie gleich mit einem Personal-Trainer Stunden und tragen Sie diese dann in Ihren Terminkalender ein. Blockieren Sie diese Zeit, sodass Ihre Sekretärin Ihnen in dieser Zeit keine Meetings oder Telefongespräche einplant.

Tipp 4: Suchen Sie sich Förderer und Herausforderer!

In einem Lied von Xavier Naidoo heißt es: „Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen.“

Suchen Sie sich zum Beispiel, wenn Sie sich im Jahr 2018 mehr bewegen wollen, einen Trainingspartner, der morgens bei Ihnen klingelt, um Sie zum Nordic Walking, Joggen oder Spazierengehen abzuholen. Denn diesem jedes Mal zu sagen, „Nein, du musst alleine gehen“, da tut sich dann doch eine Blockade auf und wir werden eben eher, auch wenn wir keine Lust haben, mitgehen statt abzusagen.
Suchen Sie sich auf der einen Seite Förderer, die Sie eher ermutigen im Sinne von „Das schaffst du“, „Ich glaube an dich“, „Das bekommst du hin.“ Und suchen Sie sich auch einen Sparringspartner, der Sie durchaus auch mal etwas nervt oder pikst und Ihr Vorhaben hinterfragt. Wichtig ist, dass die Beziehung zu Ihrem Sparringspartner immer geprägt ist von „Ich bin okay, du bist okay“. Vergessen Sie nicht sich bei Ihren Unterstützern und Förderern zu bedanken.

Tipp 5: Umgang mit Rückschlägen und Fehlern

Fehler sind wie Leitplanken auf der Straße zum Erfolg

In unserer leistungsorientierten Gesellschaft empfinden wir Fehler oft als Makel, Misserfolge als persönliches Scheitern und streben stets nach der Perfektion. Dabei gehört es zur Weiterentwicklung, sich Fehler zu erlauben! Misserfolge sind die Lehrmeister des Erfolgs. Ein jüdisches Sprichwort lautet: „Fast jeder Erfolg ist begründet auf einer vorherigen Niederlage.“ Ohne Fehler würden wir nicht innehalten und prüfen, ob es alternative, sprich bessere Denk-, Verhaltens- und Herangehensweisen für unser Anliegen gibt. Fehler sind wie Leitplanken auf der Straße zum Erfolg. Sie lassen uns nicht vom Weg abkommen, sondern rütteln uns wach, wenn wir auf Abwege zu geraten drohen. Mentale Stärke bedeutet deshalb auch, sich den eigenen Fehlern zu stellen. Für die Fehlerbetrachtung sollten wir einen Spiegel benutzen, kein Fernglas. Das heißt, Fehler nicht zu leugnen und anderen oder unglücklichen Umständen zuzuschieben, sondern sie anzuerkennen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Denn sie verraten uns, wo wir stehen und wo Verbesserungsbedarf herrscht. In ihnen liegt die Antwort, wie wir zurück auf die Straße Richtung Erfolg finden.

Tipp 6: Werden Sie pro-aktiv

Das ganze Wissen um seine Ziele und Strategien und die ganze Planung bringt nichts, wenn man nichts umsetzt und nicht ins TUN kommt.

©Antje Heimsoeth

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