Frauen und Karriere – Antje Heimsoeth

Frauen und Karriere - Antje Heimsoeth

Autor

Antje Heimsoeth

Datum

16. Okt 2015

Kategorien

Frauen und Karriere

Die jüngste OECD-Studie hat es gerade offenbart: Selbst bei gleich guten Leistungen glauben Mädchen eher als Jungen, sie seien schlecht in Mathematik. Ihre Haltung ist von Angst und Skepsis geprägt, sie trauen sich Mathe nicht zu. Das hat, so die OECD-Studie, fatale Folgen für den Arbeitsmarkt. Denn nur eines von 20 Mädchen kann sich aufgrund dieser Selbsteinschätzung vorstellen, später in einem Beruf zu arbeiten, der im Bereich der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) angesiedelt ist. Doch es sind genau diese Berufe, die bestbezahlte Karrieren ermöglichen. In Deutschland arbeiten in diesen sogenannten MINT-Berufen fast nur Männer. Warum hapert es dem weiblichen Geschlecht derart an Selbstvertrauen, dass sogar das eigene Leistungsvermögen völlig verkannt und nicht genutzt wird?

Mangelndes Selbstbewusstsein ist ein typisch weiblicher Stolperstein auf dem Weg an die Spitze. Während Männer ihre Stärken ausspielen, richten Frauen ihren Fokus auf eigene Schwächen und werten sich selbst ab. Und während männliche Kollegen jeden Erfolg gebührend feiern, suchen Frauen für ihre Erfolge häufig Begründungen im Umfeld, statt sie sich selbst zuzuschreiben. Frauen haben mehr Selbstzweifel als ihre männlichen Kollegen, sie müssen Selbstliebe, Selbstakzeptanz und Selbstvertrauen lernen. Sie wollen gemocht werden. Um in männlich geprägten Branchen zu bestehen, bedarf es mentaler und emotionaler Stärke. Wer von sich überzeugt ist, dem fällt ein sicheres und souveränes Auftreten leichter – und das überzeugt auch andere. Das Selbstvertrauen der Frauen und ihr Glaube an sich selbst, unabhängig von jeder Quotenregelung, sind enorm wichtig, um die Unternehmens- und Führungskultur in ihrem Sinne zu prägen und für Frauen weiter zu öffnen.

Selbstbewusstsein baut sich nicht über Nacht auf, deshalb hilft es ungemein, wenn der Grundstein bereits in der Kindheit gelegt wird. Antje Heimsoeth, Expertin für Mentale Stärke, Selbstführung und Motivation, zeigt bereits Kindern und Jugendlichen sowie ihren Eltern, Trainern, Betreuern und Lehrern, wie der Nachwuchs sich auf ganzheitliche Weise mental und emotional stärken kann. Auf diese Weise baut sich nicht nur ein gesundes Selbstbewusstsein auf, sondern auch die zunehmend auftretenden Ängste, innere Blockaden, Leistungs- und Verhaltensprobleme bei Kindern lassen sich oft auf diese Weise lösen. Ihr Buch „Mein Kind kann’s: Mentaltraining für Schule, Sport und Freizeit“ ist für viele Eltern zum unverzichtbaren Ratgeber geworden.

Quellen/Literatur:
OECD-Bildungsbericht „The ABC of Gender Equality in Education: Aptitude, Behaviour and Confidence” – http://www.oecd.org/berlin/presse/gepraegte-verhaltensmuster-begruenden-unterschiedliche-leistungen-von-jungen-und-maedchen.htm.
© Petra Sonntag

Ihre Antje Heimsoeth

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