Warum Mitarbeiterbindung eine zentrale Führungsaufgabe ist
Ein gut funktionierendes Team und eine geschickte Personalführung sind zentrale Größen für den Erfolg einer Abteilung bzw. eines Unternehmens. Die Führungs- und Arbeitskultur bereitet den Boden für entsprechende Ergebnisse. Führungskräften kommt dabei in Unternehmen eine entscheidende Rolle zu: Sie fungieren als Vorbild fürs Team, regen das kreative Denken an, motivieren im Idealfall durch mitreißende Visionen und Ziele und agieren gleichzeitig als Mentor, indem sie die einzelnen Teammitglieder weiterentwickeln.
Wertschätzung als Grundlage für Motivation und Mitarbeiterbindung
Zu den Aufgaben einer Führungskraft gehört es also einerseits, ein motivierendes, wertschätzendes und gesundes Betriebsklima zu schaffen (Mitarbeiterbindung). Und andererseits Demotivation zu vermeiden, denn Mitarbeiter lassen sich von außen nur zu einem gewissen Teil motivieren. Eine entscheidende Stellschraube ist hier die Wertschätzung.
Lesetipp: Mangelware Wertschätzung
Warum Wertschätzung mehr ist als Lob oder finanzielle Anreize
Sie zählt neben Anerkennung und Sicherheit zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Wird der Wunsch nach Wertschätzung und Anerkennung nicht ausreichend befriedigt, fühlen sich Mitarbeiter nicht ans Unternehmen gebunden. Laut Gallup Engagement Index 2018 hat ein Siebtel aller deutschen Arbeitnehmer bereits innerlich gekündigt, fast Dreiviertel (71 Prozent) verfügt nur über eine geringe Bindung an den Arbeitgeber. Die Studie weist hier einen Zusammenhang zwischen dem Grad der Mitarbeiterbindung und der Art der Personalführung nach. Dabei wirkt sich eine motivierende Führung nicht nur positiv auf den einzelnen Mitarbeiter aus, sondern auch auf die gesamte Unternehmenskultur. Wenn Management und Teamleader wirklich Wertschätzung und Anerkennung leben, trägt dies maßgeblich zur Mitarbeiterbindung im Unternehmen bei.
Wertschätzung ist Wasser auf die Mühlen der Mitarbeiterbindung und Motivation
Zugestandene Privilegien wie die Zahlung von Boni, das Bereitstellen eines Firmenfahrzeugs oder eine finanzierte Fortbildung haben nichts mit Wertschätzung zu tun. Wertschätzung ist eine Haltung, die ich durch Verhalten und positive Sprache zum Ausdruck bringen kann. Hier geht es um den Wert einer Person. Mit Anerkennung honoriere ich hingegen eine erbrachte Leistung oder Anstrengung dieser Person. Bevor Sie als Führungskraft in ein Mitarbeitergespräch gehen, fertigen Sie eine Liste an: Ich schätze an meinem Mitarbeiter/meiner Mitarbeiterin xy … Das sollten Sie vor allem dann tun, wenn Sie ein sehr negatives Bild von diesem Mitarbeiter haben. Damit weiten Sie Ihren Blick auf Ihr Gegenüber – aus dem negativen Tunnelblick wird ein vollständigeres Bild. Wir neigen oft dazu, nur auf Fehler und Schwächen des anderen zu schauen und vor allem diese wahrzunehmen. Das trübt unser Urteil.
Wertschätzung, und damit Ihre innere Haltung zu anderen, lässt sich trainieren. Anerkennung und Wertschätzung bauen unseren Selbstwert auf. Haben Sie Schwierigkeiten, andere Menschen wertzuschätzen? Können Sie andere akzeptieren und achten, so wie sie sind? Schätzen Sie sich selbst wert? Wertschätzung beginnt bei uns selbst. Ein stabiles Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen und –achtung helfen uns dabei, andere Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind. Wem als Führungskraft ein positives Menschenbild fehlt und wer sich selbst nicht positiv wahrnehmen kann, dem sei geraten: Arbeiten Sie daran!
Ein respektvoller Umgang miteinander und eine individuelle Ansprache zählen ebenfalls zur Wertschätzung. Jeder Mitarbeiter ist einzigartig, daher braucht er auch eine auf ihn zugeschnittene Ansprache. Diese Individualität sollte sich auch in der Begleitung durch seinen Mentor (Führungskraft) widerspiegeln. Maßnahmen zur Weiterentwicklung lassen sich nicht von Mitarbeiter zu Mitarbeiter übertragen, auch hier ist die Berücksichtigung der Persönlichkeit nötig. Wer das als Mitarbeiter erleben darf, der fühlt sich wertgeschätzt und wahrgenommen. Und das steigert seine Motivation, diese Wertschätzung durch eine gute Performance aufrechtzuerhalten.
Stärkenorientierte Führung statt Defizitdenken
Kennen Sie die Fähigkeiten, Talente und Stärken Ihrer Mitarbeiter? Kennen Sie Ihre eigenen Stärken und Talente? Was macht Sie aus? Unsere Gesellschaft ist überwiegend defizitorientiert. Meist geht es uns darum, Fehler zu reduzieren und Schwächen zu beheben. Was gut läuft, wird indes als selbstverständlich angesehen. Motivation funktioniert anders. Es gilt vielmehr, sichtbar zu machen, was bereits vorhanden ist, und nicht nur jenes, was fehlt. Der Gallup-Forscher Marcus Buckingham und der Kompetenzfachmann Donald O. Clifton sagen dazu: „Wird der spezifische Wert eines Menschen erkannt, lässt sich der individuelle Weg zu Erfolg und Erfüllung im Tun gezielt fordern und fördern.“ (Buckingham und Clifton, 2011). Die beiden haben in einer Gallup-Studie zwei Millionen Beschäftigte aus verschiedensten Branchen und Hierarchieebenen zu ihren Stärken befragt und kamen zu dem Schluss: Es wird Zeit zu akzeptieren, dass Mitarbeiter individuelle Talente haben, die für unterschiedliche Arbeitsweisen und Lösungsstrategien sorgen. Deshalb gilt für Führungskräfte: Stärken von Mitarbeitern erkennen und fördern! In der erfolgreichen Personalführung geht es nicht darum, als Führungskraft erfolgreich zu sein, sondern die einzelnen Mitarbeiter erfolgreich zu machen.
Lesetipp: Stärkenorientierte Führung
Selbstvertrauen fördern: Mitarbeiter entwickeln statt kontrollieren
Wer sich seiner Stärken bewusst wird, gewinnt Selbstvertrauen. (Lesetipp: Selbstvertrauen steigern).
Und Selbstvertrauen räumt Zweifel aus. Wer über genügend Selbstvertrauen verfügt, hat keine Angst vor Misserfolgen, sondern weiß, dass sie Lernerfahrungen und Sprungbrett für spätere Erfolge sind. Der Mitarbeiter traut sich etwas zu – und er traut sich, neue Wege zu beschreiten, Dinge voranzubringen, Herausforderungen anzunehmen, Verantwortung zu übernehmen.
Vertrauen als Erfolgsfaktor moderner Personalführung
Deshalb ist der Aufbau von Selbstvertrauen bei Mitarbeitern ein wichtiger Teil der Personalführung, der zum unternehmerischen Erfolg beiträgt. Chefs können dies z.B. durch das Übertragen von Verantwortung tun, indem sie eigenverantwortliches Handeln im Team fördern. Doch dazu gehört Vertrauen.
Vertrauen macht Mitarbeiter stark und beflügelt deren Arbeitsleistung. „Vertrauen ist nicht nur der Schlüssel zu allen Beziehungen, sondern auch der Kitt, der das Unternehmen zusammenhält“, sagt Steven Covey. Wie groß Ihr Vertrauen in Sie selbst ist und wie groß in Ihre Mitarbeiter, in den Vorstand und weitere Führungsebenen, ins Unternehmen, das wissen nur Sie selbst. Wie sehr vertrauen Sie Ihrem Umfeld, wie sehr den Maßnahmen, die Kollegen ergreifen? Wer vertraut, macht sich verwundbar. Doch wer dieses Risiko nicht eingeht, wird nie durch sein Vertrauen motivieren und überzeugen. Mehr zum Thema Vertrauen lesen Sie in meinem Buch „Vertrauen entscheidet. Die vergessene Basis der Führung“.
Erfolge würdigen und Dankbarkeit im Führungsalltag leben
Bei gelungener Motivation und zugkräftigen Zielen lassen sich am Ende des Weges meist Erfolge feiern. Für die Mitarbeiterbindung und zur Motivation für weitere Ziele ist es wichtig, diese Erfolge auch entsprechend zu würdigen. Das Zelebrieren von Erfolgen fördert nicht nur das Wir-Gefühl im Team und motiviert für weitere Erfolge, sondern es dient auch der Erinnerung. Das Bewusstsein für vorhandene Erfolge hilft uns nämlich bei der Bewältigung von Misserfolgen.
Erfolge sichtbar machen: Die Wall of Success
Die „Nachbearbeitung“ eines Erfolgs ist wichtig. Richten Sie eine „wall of success” ein! Eine Wand, die für alle stets einsehbar ist und häufig passiert wird, macht errungene Erfolge sichtbar – mit Fotos, Kurzberichten, Stimmen der Begeisterung, ggf. Medienberichten, Urkunden etc. Auf diese Weise visualisieren den Erfolg und liefern Futter fürs Kopfkino jedes einzelnen Mitarbeiters. Sie rühren an den Gefühlen und dokumentieren gleichzeitig die erfolgreiche Entwicklung des Teams.

Wo Wertschätzung fehlt, mangelt es an Motivation
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Dankbarkeit als Führungsinstrument für mehr Mitarbeiterbindung
Doch es gilt nicht nur, Erfolge zu würdigen, sondern auch das tägliche Tun, die spontane Hilfsbereitschaft, die geleisteten Überstunden und vieles mehr. Dankbarkeit zu zeigen, ist der Schlüssel zum Herzen der Mitarbeiter. Denn sie zeigt dem Team, dass sein Handeln nicht einfach als selbstverständlich angesehen wird, sondern dass es wahrgenommen und geschätzt wird. Wenn Sie sich über das Handeln oder Verhalten anderer freuen, behalten Sie dies nicht für sich. Ein „Danke“ nicht zu sagen, ist wie ein Geschenk zu verpacken und es dann nicht zu verschenken. Auch Dankbarkeit lässt sich üben – und verändert nachhaltig den Blick aufs Leben. Mein Tipp: Schreiben Sie jeden Montagmorgen eine E-Mail oder eine Postkarte an einen Mitarbeiter Ihrer Wahl und sagen Sie ihm etwas Positives, ohne damit eine weitere Absicht zu verfolgen. Häufig neigen wir dazu, mit einem Danke noch eine nachgelagerte Bitte oder einen Wunsch zu verknüpfen. Verzichten Sie darauf und beschränken Sie sich einfach mal auf einen schlichten Dank. Sie werden sehen, dass diese kleine Geste mehr Wirkung als große Reden erzielt.
Lesetipp: Mehrwert Dankbarkeit
Fazit: Mitarbeiterbindung entsteht durch Vertrauen, Wertschätzung und gute Führung
Unternehmen erzielen dann große Erfolge, wenn sich ihre Mitarbeiter und Führungskräfte als Team begreifen und erkennen: Zusammen können wir viel mehr erreichen als allein! Ein paar Stellschrauben im großen Gefüge des Miteinanders haben Sie kurz kennengelernt. Wenn Sie mehr zu erfolgreicher Personalführung und Motivation erfahren möchten, dann werfen Sie einen Blick in unsere Angebote: https://www.heimsoeth-academy.com/inhouse-training/.
Ihre ©Antje Heimsoeth
FAQ: Mitarbeiterbindung durch Wertschätzung, Vertrauen und stärkenorientierte Führung
Was bedeutet Mitarbeiterbindung?
Mitarbeiterbindung beschreibt die emotionale und rationale Verbundenheit eines Mitarbeiters mit seinem Arbeitgeber und dem Unternehmen. Sie entsteht nicht allein durch flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, Bonuszahlungen oder andere Zusatzleistungen. Entscheidend sind vor allem die Führungs- und Arbeitskultur sowie die Art und Weise, wie Mitarbeiter wahrgenommen, wertgeschätzt, mit Menschlichkeit geführt und weiterentwickelt werden.
Warum spielt die Führungskraft bei der Mitarbeiterbindung eine so wichtige Rolle?
Führungskräfte prägen das Betriebsklima und die Unternehmenskultur. Sie dienen als Vorbilder, regen kreatives Denken an, vermitteln Visionen und Ziele und begleiten ihre Mitarbeiter als Mentoren. Zu ihren Aufgaben gehört es, ein motivierendes, wertschätzendes und gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen und Demotivation möglichst zu vermeiden.
Lassen sich Mitarbeiter von außen motivieren?
Mitarbeiter können von außen nur bis zu einem gewissen Grad motiviert werden. Führungskräfte können jedoch Rahmenbedingungen schaffen, die Motivation fördern oder Demotivation verhindern. Entscheidende Stellschrauben sind dabei die Wertschätzung und gelingende Beziehungen.
Warum ist Wertschätzung für die Mitarbeiterbindung so bedeutsam?
Wertschätzung gehört neben Anerkennung und Sicherheit zu den menschlichen Grundbedürfnissen. Wird der Wunsch nach Wertschätzung und Anerkennung nicht ausreichend erfüllt, fühlen sich Mitarbeiter weniger mit ihrem Unternehmen verbunden. Gelebte Wertschätzung wirkt sich nicht nur positiv auf einzelne Mitarbeiter, sondern auch auf die gesamte Unternehmenskultur aus.
Sind Bonuszahlungen, Firmenwagen oder Fortbildungen Ausdruck von Wertschätzung?
Nein. Privilegien wie Bonuszahlungen, ein Firmenwagen oder eine finanzierte Fortbildung sind Leistungen des Unternehmens, aber nicht automatisch Ausdruck von Wertschätzung. Wertschätzung ist eine innere Haltung gegenüber einer Person, die durch Verhalten und eine positive Sprache sichtbar wird.
Was ist der Unterschied zwischen Wertschätzung und Anerkennung?
Wertschätzung bezieht sich auf den Wert eines Menschen unabhängig von seiner Leistung. Anerkennung würdigt dagegen eine konkrete Leistung, Anstrengung oder ein bestimmtes Verhalten. Beide tragen dazu bei, den Selbstwert eines Mitarbeiters zu stärken.
Wie können Führungskräfte ihre wertschätzende Haltung trainieren?
Vor einem Mitarbeitergespräch können Führungskräfte eine Liste mit dem Satzanfang erstellen: „Ich schätze an meiner Mitarbeiterin oder meinem Mitarbeiter …“ Diese Übung ist besonders hilfreich, wenn bereits ein sehr negatives Bild der Person entstanden ist. Sie erweitert den Blick und hilft dabei, nicht ausschließlich Fehler und Schwächen wahrzunehmen.
Warum beginnt Wertschätzung bei der Führungskraft selbst?
Ein stabiles Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen und Selbstachtung helfen dabei, andere Menschen zu akzeptieren und wertzuschätzen. Führungskräfte, denen ein positives Menschenbild fehlt oder die sich selbst nicht positiv wahrnehmen, sollten deshalb zunächst an ihrer eigenen Haltung arbeiten.
Was gehört zu einem wertschätzenden Umgang mit Mitarbeitern?
Zu einem wertschätzenden Umgang gehören Respekt, eine individuelle Ansprache und die Berücksichtigung der Persönlichkeit des Mitarbeiters. Jeder Mensch ist einzigartig und benötigt deshalb eine auf ihn zugeschnittene Begleitung und Weiterentwicklung.
Warum sollten Entwicklungsmaßnahmen individuell gestaltet werden?
Maßnahmen zur Weiterentwicklung lassen sich nicht unverändert von einem Mitarbeiter auf den nächsten übertragen. Fähigkeiten, Talente, Stärken, Arbeitsweisen und Lösungsstrategien unterscheiden sich. Werden diese Unterschiede berücksichtigt, fühlen sich Mitarbeiter gesehen und ernst genommen.
Warum ist Stärkenorientierung für eine erfolgreiche Personalführung wichtig?
Unsere Gesellschaft ist häufig defizitorientiert. Fehler und Schwächen stehen im Mittelpunkt, während das, was bereits gut funktioniert, als selbstverständlich betrachtet wird oder nicht gesehen wird. Motivation entsteht jedoch eher, wenn vorhandene Fähigkeiten, Talente und Stärken sichtbar gemacht und gefördert werden.
Was bedeutet stärkenorientierte Führung konkret?
Stärkenorientierte Führung bedeutet, die individuellen Talente und Stärken der Mitarbeiter zu erkennen, gezielt einzusetzen und weiterzuentwickeln. Unterschiedliche Talente führen zu unterschiedlichen Arbeitsweisen und Lösungsstrategien. Erfolgreiche Führung hat deshalb das Ziel, nicht nur selbst erfolgreich zu sein, sondern die einzelnen Mitarbeiter erfolgreich zu machen.
Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Stärken und Selbstvertrauen?
Wer sich seiner eigenen Stärken bewusst wird, gewinnt Selbstvertrauen. Dieses Selbstvertrauen hilft dabei, Zweifel zu reduzieren, Herausforderungen anzunehmen, Verantwortung zu übernehmen und neue Wege zu beschreiten.
Wie können Führungskräfte das Selbstvertrauen ihrer Mitarbeiter stärken?
Führungskräfte können ihren Mitarbeitern Verantwortung übertragen und eigenverantwortliches Handeln fördern. Dadurch erleben die Mitarbeiter, dass ihnen etwas zugetraut wird. Voraussetzung dafür ist Vertrauen.
Warum ist Vertrauen für die Mitarbeiterbindung unverzichtbar?
Vertrauen stärkt Mitarbeiter und kann ihre Arbeitsleistung beflügeln. Es verbindet Menschen und hält das Unternehmen zusammen. Führungskräfte, die vertrauen, machen sich zwar verwundbar, schaffen damit aber die Grundlage dafür, andere zu motivieren und zu überzeugen.
Warum fällt Vertrauen vielen Führungskräften schwer?
Wer vertraut, geht ein Risiko ein und gibt einen Teil seiner Kontrolle ab. Ohne diese Bereitschaft können Mitarbeiter jedoch kaum eigenverantwortlich handeln. Fehlendes Vertrauen begrenzt deshalb sowohl die Entwicklung der Mitarbeiter als auch die Zusammenarbeit im Team.
Weshalb sollten Unternehmen Erfolge sichtbar würdigen?
Das Würdigen und Zelebrieren von Erfolgen stärkt das Wir-Gefühl, motiviert für weitere Ziele und hält positive Erfahrungen in Erinnerung. Das Bewusstsein für bereits erreichte Erfolge kann außerdem dabei helfen, spätere Misserfolge besser zu bewältigen.
Was ist eine „Wall of Success“?
Eine „Wall of Success“ ist eine gut sichtbare Wand, an der Erfolge dokumentiert werden. Sie kann Fotos, Kurzberichte, begeisterte Stimmen, Medienberichte oder Urkunden enthalten. Dadurch werden gemeinsame Leistungen sichtbar und die erfolgreiche Entwicklung des Teams bleibt präsent.
Sollten nur große Erfolge gewürdigt werden?
Nein. Auch das tägliche Engagement, spontane Hilfsbereitschaft, geleistete Überstunden und andere Beiträge verdienen Aufmerksamkeit. Mitarbeiterbindung entsteht auch dadurch, dass alltägliches Handeln nicht als selbstverständlich angesehen wird.
Welche Bedeutung hat Dankbarkeit in der Führung?
Dankbarkeit zeigt Mitarbeitern, dass ihr Verhalten und ihr Einsatz wahrgenommen und geschätzt werden. Ein ehrliches „Danke“ kann eine stärkere Wirkung entfalten als große Reden oder ein Geschenkekorb, sofern es ohne weitere Absicht ausgesprochen wird.
Wie können Führungskräfte Dankbarkeit im Arbeitsalltag praktizieren?
Eine Möglichkeit besteht darin, jeden Montagmorgen einer ausgewählten Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter eine E-Mail oder Postkarte mit einer positiven Rückmeldung zu schreiben. Wichtig ist, den Dank nicht mit einer anschließenden Bitte oder Forderung zu verbinden.
Warum sollte ein Dank nicht mit einem Wunsch verknüpft werden?
Wird ein Dank unmittelbar mit einer Bitte oder Erwartung verbunden, verliert er einen Teil seiner Wirkung. Ein schlichter, aufrichtiger Dank vermittelt, dass die Wertschätzung nicht an eine Gegenleistung geknüpft ist.
Welche Faktoren fördern die Mitarbeiterbindung besonders?
Zu den Faktoren gehören:
- eine wertschätzende und respektvolle Führung,
- die Anerkennung von Leistung und Anstrengung,
- eine individuelle Ansprache,
- die Förderung von Talenten und Stärken,
- der Aufbau von Selbstvertrauen,
- das Übertragen von Verantwortung,
- Vertrauen,
- die sichtbare Würdigung von Erfolgen,
- Dankbarkeit für das tägliche Engagement,
- ein starkes Wir-Gefühl im Team.





Sehe ich genauso und versuche, dies mit verschiedenen Ideen immer wieder umzusetzen.
Es gibt ganz einfache Möglichkeiten.
Ich schicke meinen Mitarbeitenden z.B. nach längeren Ferien von mir ein paar schöne Fotos und bedanke mich, dass sie in meiner Abwesenheit die Dienstleistungen hoch gehalten haben. Anschließend mache ich einen Spaziergang durch meine 5 Stockwerke und finde spontan sofort ein Thema auch mit einfacheren Mitarbeitenden, weil ja gerne auf Fotos kommentiert wird. Dann frage ich, wie es gerade läuft und dies völlig hierarchielos. Ich habe großes Vergnügen dabei.
Ich habe am Ende des Jahres geschaut, welche Mitarbeiter gar nicht gefehlt haben oder lediglich einml 1-2 Tage krank waren.
Jeder Mitarbeiter hat von mir ein persönliches Schreiben mit einem Dankeschön bekommen.
Die Mitarbeiter haben sich gesehen und wertgeschätzt gefühlt.
Ein kleine Aufmerksamkeit, eine große Wirkung